Bernd Lange zu Besuch in Lindhorst
Bernd Lange nahm sich für seinen Besuch im Schaumburger Land im Rahmen seiner rund vierwöchigen Sommertour viel Zeit. Einen ganzen Tag verbrachte der SPD-Europaabgeordnete auf Einladung der SPDArbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in Lindhorst und besuchte zunächst die im Ottenser Dorfgemeinschaftshaus untergebrachte Kindertagesbetreuung Alte Schule. Hier werden Kinder bis zu einem Alter von drei Jahren aufgenommen. Lange zeigte sich beeindruckt von der Einrichtung, die er lobend als "eine klasse Geschichte" bezeichnete. Die Betreuungsstätte sei privatrechtlich aufgebaut, mit Unterstützung von Samtgemeinde und Gemeinde eingerichtet worden, sei somit kommunal verankert und werde nach öffentlichrechtlichen Maßstäben geführt. Betreuungseinrichtungen wie diese trügen dazu bei, die Frauenerwerbsquote deutlich zu erhöhen, denn der demographische Wandel mache ein Mehr an Facharbeitskräften erforderlich. Auch unterstütze eine Betreuung der Kinder in solchen Einrichtungen die möglichst frühzeitig einsetzende Förderung der jungen Menschen.
Anna Schiefer, Kandidatin des SPD-Ortsverein Hülsede-Meinsen-Schmarrie für den Gemeinderat der Gemeinde Hülsede und den Samtgemeinderat der Samtgemeinde Rodenberg war auch gerade in Ottensen zu Gast und hat die Gelegenheit genutzt Bernd Lange all das zu Fragen, was sie bezüglich Europa schon immer mal wissen wollte.
Besonders interessant war an dieser Stelle, das nicht nur sie als Qualifizierte Tagesmutter mit den ungerechten Steuerproblematiken traktiert wird. Es war eingeitliche Mienung, dass es auf diesem Weg erreicht werden wird, dass ein einst erfolgreiches Modell zum Scheitern gebracht wird. Wir fordern daher für die Tagespflege eine komplette Steuerfreiheit und die Befreiung von den Sozialabgaben. Eine Anrechnung auf anderweitige soziale Leistungen muss ebenfalls unterbleiben.
Nach dem Besuch der Kindrtagespflege "Alte Schule Ottensen" ging es weiter zum Genossen Franco.
In seinem Restaurante "Classico" wurde getafelt. Das war eine echte Gaumenfreude, die uns da dank der Empfehlung des SPD-Samtgemeindebürgermeisterkandidaten für die Samtgemeinde Lindhorst Andreas Günther kredenzt wurde. Alle waren begeistert.
Natürlich gabe es auch ein Geschenk für Franco. Den EU-Comic "Trübe wasser".
Danke Franco!!!!
Franco mit seiner Tochter im Eingang des Restaurants "Classico".
Das Restaurent Classico von Franco befindet sich in der Oststr.6 in 31698 Lindhorst.
Bernd Lange hat gleich einen neuen Fan gefunden. Die Tochter von Franco hier zusammen mit Bernd Lange.
Beim Besuch des mittelständischen MineralölhandelUnternehmens Otto Hattendorf im Lindhorster Gewerbegebiet traf der Europaparlamentarier auf einen Vorreiter in Sachen schwefelarmes Qualitätsheizöl. Geschäftsführer Michael Hattendorf stellte dem SPD-Politiker den Betrieb vor und sprach die Spekulation mit Rohstoffen, insbesondere von Öl, an. Bernd Lange erteilte jeglicher Spekulation mit Rohstoffen eine klare Absage und bezeichnete im Pressegespräch letztlich die Einführung einer Transaktionssteuer (TobinSteuer) als dringend notwendig, um die schädlichen Spekulationen zu unterbinden. Von seinem Besuch in dem Unternehmen nahm Lange für sich selbst die Erkenntnis mit, dass das Investitionspotential für mittelständische Unternehmen verstärkt werden müsse. Vorgebrachte Ideen müssten deutlich mehr gefördert, Investitionsprogramme vermehrt auf den Mittelstand ausgerichtet werden.
Letzte Station seines Informationsbesuchs war die Alten und Pflegeeinrichtung Gümmerscher Hof in der Lindhorster Ortsmitte. Hier wurde Lange beim Rundgang durchs Haus mit der Aussage von Geschäftsführer JensPeter Bernd konfrontiert, dass der Markt für examinierte Fachkräfte leergefegt sei. In dem mit 58 Betten voll belegten Haus seien alle Mitarbeiterstellen besetzt. Sei man jedoch auf der Suche nach neuen Mitarbeitern, sei eine Auswahl aus den Stellenbewerbern praktisch nicht mehr möglich. "Wer sich bewirbt, wird eingestellt, wenn nicht schwerwiegende Dinge dagegen sprechen" erklärte Bernd dem Europapolitiker. Ziele man darauf ab, Bewerberinnen aus Staaten der Europäischen Union einzustellen, stoße man einerseits an Sprachbarrieren. Andererseits gerate man bei der Anerkennung ausländischer Qualifikation sehr schnell an Grenzen, da sich die Bundesrepublik mit der Anerkennung solcher beruflicher Qualifikationen und Abschlüsse sehr schwer tue. Lange bezeichnete diesen Zustand als "skandalös". In der Europäischen Union sei die Freizügigkeit gegeben. Es gebe klare Kriterien für eine Anerkennung und die Bürokratie sollte solch einem Ersuchen um Anerkennung ausländischer Abschlüsse keine zusätzlichen Steine in den Weg legen. Bernds Aussage "Es muss mehr Geld ins System", um die Pflege bezahlbar zu machen, aber auch die Mitarbeitergehälter bezahlen zu können, traf bei dem Europapolitiker auf ein offenes Ohr. Lange machte im Pressegespräch deutlich, dass, wenn eine Reform der Pflegeversicherung angestrebt werde, diese sich aber unbedingt an Grundsätzen der Solidarität ausrichten müsse: "Gibt es keine solidarische Lösung, dann bleibt der Schwächere auf der Strecke."
In der Pflegeeinrichtung stimmte einfach alles, auch die Aussicht. Wir haben diesen Ausblick über Lindhorst auch genossen.
Nach dem wir die Mussen im "Gümmerschen Hof besichtigt hatten, hatten wir noch immer nicht genug, es folgte die Abendveranstaltung. Hier war unter anderem der UB-Vorsitzende Karsten Becker zugegen und der Stellv. Bezirksvorsitzende der AfA im SPD-Bezirk Hannover Michael Biank aus Seelze.
Die Gäste des Abends. Es waren unter anderem auch dabei die Vorsitzende des OV-Lindhorst Cerstin Beyer. Von der AG-60plus Lydia Lammermann-Henning, von den Jusos der Vorsitzende Jan-Phillip Beck und sein Vize Christopher Sendler aus Lindhorst. Sowie natürlich Andreas Günther.
Die AfA war natürlich auch reichlich vertreten. Stellvertretend für alle sei hier Björn Rümpler erwähnt.
Es war Zufall, dass wir diese Europa-Fahne entdeckten. Nach diesem Tag konnten wir alle sagen Lindhorst wird, mit dem hoffentlich "neuen" Bürgermeister Andreas Günther nicht nur Europa schreiben, nein es wird Europa gelebt.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen, die auch dabei waren und hier nicht namentlich erwähnt wurden. Uns hat es Spaß gemacht und wir kommen gerne wieder - bestimmt.
Dann werden wir uns mehr Zeit nehmen für das Museum mit dem Bergbau und dem "Ottenser Klinker" sowie dem Mausoleum und, und....

































