Thema Leiharbeit
Will fordert: Qualifizierungen zum Schutz von Leiharbeitnehmern
Pressemitteilung Nr. 16-015 vom 18.01.2009 Die Ankündigung von Volkswagen, sich von ca. 1.000 Zeitarbeitskräften zu trennen, zeigt, dass es dringenden Handlungsbedarf seitens der Landesregie-rung gibt. Forderungen der SPD-Landtagsfraktion zum besseren Schutz von Leiharbeitern, die bereits im Oktober 2008 an die Landesregierung gestellt wurden, seien ignoriert worden, so der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Gerd Will: „Wir haben darauf aufmerksam gemacht, dass die Anzahl der Leiharbeiter in einem Unternehmern zum einen begrenzt werden muss. Zum anderen müssten diese besser qualifiziert werden, damit sie nicht die Verlierer in Zeiten einer wirtschaftlichen Flaute sind.“ Er fordere deshalb dringend regelmäßige Weiterbildungen und Qualifizierungen für die Zeitarbeit, um das Beschäftigungsrisiko zu verringern. „Leiharbeitnehmer, die ohnehin schon mit eher bescheidenen Arbeitsverhältnissen zu kämpfen ha-ben, dürfen wir nicht im Regen stehen lassen“, so der SPD-Landtagsabgeordnete.
Fairer Lohn auch für Leiharbeiter
In Deutschland arbeiten rund 700.000 Beschäftigte in der Zeitarbeitsbranche. Wir wollen jetzt sicherstellen, dass sie einen Anspruch auf einen gesetzlichen Mindestlohn bekommen. Dazu gibt es in der Koalition eigentlich eine klare Vereinbarung.
Bereits Anfang des Jahres hatten wir mit der Union ausgemacht, dass wir für die Zeitarbeit einen existenzsichernden Mindestlohn einführen wollen, um die Beschäftigen vor Lohndumping zu schützen. Die Union weigert sich allerdings hartnäckig, diese Vereinbarung jetzt auch umzusetzen.
In der Zeitarbeitsbranche existieren aktuell vier verschiedene Tarifverträge. Nicht alle dieser Tarifverträge verhindern Lohndumping. Insbesondere die christlichen Gewerkschaften zeichnen sich dadurch aus, dass sie für die Beschäftigten niedrigere Löhne vereinbaren. Dies gilt auch in der Zeitarbeit.
CDU und CSU wollen die Leiharbeiter nun dadurch "absichern", dass sie den niedrigsten Tarifvertrag als Untergrenze festlegen wollen. Mit diesem Vorschlag zeigen sie, dass sie an einem echten Mindestlohn eigentlich gar kein Interesse haben.















